Entwicklung einer grafischen Benutzeroberfläche für ein Middleware-unabhängiges Management virtueller Organisationen im D-Grid
Hintergrund der Arbeit
Grid Computing bezeichnet die koordinierte Nutzung von Rechnern, Software und Daten in virtuellen Organisationen (VO) zur Lösung großer wissenschaftlicher Probeme (die so genannten Grand Challenges). Ein Charakteristikum virtueller Organisationen ist deren Dynamik im Äußeren (ausgedrückt durch den Lebenszyklus) und im Inneren (Ressourcen, Dienste und Mitglieder können "kommen und gehen"). Im Rahmen mehrerer nationaler und internationaler Grid-Projekte untersucht der Lehrstuhl Fragen des Managements virtueller Organisationen unter besonderer Berücksichtigung dieser Dynamik und der zu Grunde liegenden Heterogenität der Grid-Infrastruktur.
Für das Management virtueller Organisationen in Grids sind inzwischen eine Fülle von Diensten und einige Werkzeuge entwickelt worden. Die für die deutsche Grid-Initiative D-Grid relevanten Ansätze sind in der Referenzinstallation beschrieben. Für das Teilproblem der Autorisierung und Authentifizierung im D-Grid wurde im Rahmen einer am Lehrstuhl durchgeführten Diplomarbeit ein neues Konzept entworfen, das auf der Einführung einer neuen Abstraktionsschicht als Proxy zwischen Benutzer und Grid-Middleware basiert.
Ziel der Arbeit Ziel der hier ausgeschriebenen Arbeit ist die Entwicklung einer grafischen Benutzeroberfläche für dieses Konzept, die zur Authentifizierung des Benutzers im D-Grid, zur Modifikation der VO-Strukturen und zur Submission von autorisierten Grid-Jobs in der D-Grid-Umgebung verwendet werden kann. Die Arbeit kann auf den geleisteten Implementierungen der Diplomarbeit aufsetzen. Ein Grid-Testbed ist am Lehrstuhl vorhanden.