|
| | Fliegl, D., Baur, T., Reiser, H., Schmidt, B. (2006):
Ein generisches Intrusion Prevention System mit dynamischer Bandbreitenbeschränkung
Metropolitan Area Networks wie das Münchner Wissenschaftsnetz (MWN)
bieten aufgrund ihrer Größe viele Missbrauchsmöglichkeiten von aussen
und zunehmend auch von innen. So stellen beispielsweise durch Würmer und
Viren verseuchte Systeme längst keine Einzelfälle mehr dar. Regelmässig
kommt es dadurch zu Beschwerden anderer Nutzer und auch zu
Beeinträchtigungen von ganzen Netzbereichen.
Zudem lassen sich die meisten infizierten Rechner durch sog. Bot-Netz
Kommandos komplett fernsteuern oder ausspähen.
In Folge fällt auf der Administrationsseite durch die manuelle Reaktion
und Bearbeitung solcher Problemfälle ein erheblicher Aufwand an.
Um diesen Bearbeitungsaufwand zu verringern, gleichzeitig aber das
Sicherheitsniveau zu erhöhen, wurde am Leibniz--Rechenzentrum (LRZ) ein
generisches Intrusion Prevention System (IPS) entwickelt. Dieses System
--- Nat-O-Mat --- realisiert ein statistisches und signaturbasiertes
Intrusion Prevention System mit einer feingranularen Verwaltung von
Policies. Darüber hinaus können bei Verstößen gegen die festgelegten
Policies nach einem Eskalationsprinzip automatisch unterschiedliche
Maßnahmen ergriffen werden. Auch kann die Bandbreite für beliebige Protokollklassen,
wie z.B. P2P-Verkehr, dynamisch beschränkt werden, ohne den restlichen
Verkehr zu behindern.
Das System hat sich im Einsatz hervorragend
bewährt und führte
auf Administratorenseite
zu deutlichen Erleichterungen im Betrieb des Netzes
bei gleichzeitig positiver Resonanz auf Seiten der Nutzer.
| | |