Metzker, M. (2009):
Konzeption und Analyse von Techniken zur Virtualisierung von I/O-Kanälen
Server in Rechenzentren sind heute meist keine Einheit mehr, sondern
aufgeteilt in Speicher- und Rechenknoten.
Das Speichernetz, das Speicher- und Rechenknoten verbindet, ist konfigurierbar
und ermöglicht eine dynamische Ressourcenzuweisung. Dadurch können freie
Ressourcen nach Bedarf zugewiesen werden, ohne physisch in die Infrastruktur
einzugreifen.
Server-Virtualisierung erhöht die Auslastung der Rechenknoten, indem ein
Hypervisor auf einem Server viele virtuelle Server erstellt, wodurch
viele Betriebssysteme auf einem einzigen realen Host betrieben werden können.
Dadurch entsteht auf dem Host Aufwand zur Emulation von Hardware, der vor allem
im I/O-Bereich die Leistung hemmt, da Emulation komplett in Software erfolgt und
sich deshalb Rechenzeit mit allen anderen Prozessen teilen muss. Unter
I/O-Virtualisierung versteht man Ansätze, mit dem Ziel den Emulationsaufwand zu
minimieren und durch Hardware zu unterstützen.
Die neuesten Ansätze entkoppeln I/O-Hardware von den Servern, so dass Ressourcen
bereits auf I/O-Ebene dynamisch zugewiesen werden können. Ein anderer häufig
verfolgter Ansatz ist I/O-Konsolidierung, bei der LAN und SAN über die selbe
Infrastruktur betrieben werden, wodurch Hardware eingespart werden kann. Bei
beiden Ansätzen entstehen neue Zwischenschritte und Abstraktionsebenen bei der
Virtualisierung von I/O-Kanälen, die in ihrer Art sehr verschieden sein können.
Die unterschiedlichen Ansätze und deren Auswirkungen auf Infrastrukturen werden
in dieser Arbeit untersucht und verglichen, um eine Aussage zu treffen, in
wie weit die Ansätze geeignet sind um die bestehenden Arbeitsvorgänge zu
unterstützen.
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