Bitterich, C. (2005):
Klassifizierung und Modellierung von Dienstmanagement-Informationen - ein Design-Pattern basierter Ansatz
Als die ersten Computer in Firmen Verwendung fanden, waren dies große, schwere und langsame Maschinen,
die von sogenannten Operatoren bedient wurden. Deren einzige Aufgabe war es, die autonom
arbeitenden Großrechner mit Informationen zu füttern, die Ergebnisse an die Auftraggeber zurückzugeben
und die großen Rechner am Laufen zu halten. Mittlerweile hat sich das Verhältnis gewandelt
und es sind nur wenige Administratoren, die oft hunderte von Rechnern zu verwalten haben. Zudem
sind diese Rechner mittlerweile untereinander vernetzt und dadurch auch nicht mehr vollkommen
unabhängig voneinander. Durch diese Möglichkeiten haben sich auch die Anforderungen geändert.
War es ganz am Anfang ausreichend, sich um jede einzelne Maschine zu kümmern, so kam mit der
Vernetzung die Erkenntnis auf, dass häufig gleich ganze Netze zu betrachten waren, wann immer eine
A¨ nderung an den Systemen erfolgen sollte.
Diese Entwicklung hat sich fortgesetzt und die Betrachtungsweise hat sich mit der wachsenden Benutzerfreundlichkeit
der Rechenmaschinen von der rein technischen Betrachtung zu einer anwendungsorientierten
Betrachtungsweise hin gewandelt. Heutzutage ist für den Kunden die technische Lösung
einer Anwendung in der Regel ohne Bedeutung. Ihn interessiert, dass die Dienstleistung, die er sich
vom Computer erwartet, erbracht wird. Das Wie ist Aufgabe der Anbieter.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde der Begriff des Dienstmanagements eingeführt.
Diese Art des Managements verwendet eigene Informationen, ja zum Teil auch eine eigene Sprache,
die in Einklang mit den Informationen und der Ausdrucksweise der technischen Realisierung gebracht
werden müssen. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Objektkatalog erstellt, der es ermöglicht, Dienste
als ebensolche unabhängig von der darunterliegenden Infrastruktur zu verwalten. Gleichzeitig wird
jedoch Wert auf eine einfache Abbildbarkeit der Attribute und Methoden dieses Modelles auf die
Attribute und Methoden der darunterliegenden Komponenten gelegt. Ausgangsbasis werden dabei die
Managementarchitekturen aus ITIL und OSI sein, die sich von ihrem Prinzip her bewährt haben. Um
auch bei der Modellierung auf Bewährtes zurückgreifen zu können, werden hierfür Design Pattern
Anwendung finden.
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